Tao, Yin und Yang

Stell dir die Welt als ein Spinnennetz vor.
Manche Fäden laufen von oben nach unten
Und manche von links nach rechts
Die einen sind Yin
Die anderen Yang
Und das Netz ist das Tao.


Dualismus

...die Fäden aber sagen:
„Es gibt kein Netz, es gibt nur Fäden“
nicht erkennend, das die Fäden nur existieren
um das Netz zu erschaffen.

NonDualismus

...und das Netz spricht:
„es gibt keine Fäden, es ist alles nur das eine Netz“.
Und erkennt nicht, dass es ohne die Bausteine des Lebens
auch kein Werk gibt.


„Muss ich dann sterben?“ 

Ich habe Angst!
Wer ist dieser andere? Er ist nicht ich.
Woher kommt meine Angst?
Ich will flüchten, geh zurück in mich.
Wenn ich alles bin, wer bist dann du?
Und wenn ich mich öffne, muss ich dann sterben?
Wie kann ich ich sein und dich trotzdem lieben?
Wer muss kommen, um mich zu retten?
Ich möchte nicht in dir verloren gehen.
Und trotzdem bin ich einsam.
Ich weiß, ich habe einsam zu sein,
Nur, kann man nicht ge-meinsam sein?
Möchte' mich finden in dir, geh aus dem Weg,
Bitte, denn meine Angst, mich zu finden,
Steht mir im Weg.
Muss ich dann sterben?  
 


„Schau mich nicht an.“

Schau mich nicht an.
Ich mag nicht in meine Augen schauen.
Ich mag mich nicht sehen,
Denn das tut weh.
Schau mich nicht an,
Entdeck mich nicht.
Ich hab mich versteckt.
Und wo bist du?
Kann dich nicht sehen.
Du schaust nur weg.
Schaust mich nicht an.
Kannst mich nicht sehen.
Denn wenn wir uns anschauten,
Würden wir verloren gehen.
 


„Es ist Magie.“

Wie kann ich dich fühlen, wenn ich mich nicht fühlen kann?
Wie kann ich mich fühlen, wenn ich dich nicht fühlen kann?
Warum muss ich weggehen, um da zu sein?
Und warum bleibst du so lange da?
Wenn ich weg bin, bist du auch weg.
Bin ich da, bist du auch da.
Es ist Magie.
Kaum sind wir weg, sind beide da, und verschwinden.
Und dann können wir sie nicht mehr sehen.
Und nur wenn ich mich spüre, kann ich dich spüren.
Und nur wenn ich mich liebe, kann ich dich lieben.
Und kaum lieb' ich dich, vergess' ich mich.
 


„Bleib doch endlich.“

Du warst immer da.
Du spielst mit mir.
Mal da, mal dort.
Bist nicht konstant an einem Ort.
Wenn die Eigentümer das Haus verlassen, ziehst du ein.
Und kaum kommen sie zurück, gehst du wieder.
Manche versperren ihr Haus und du kannst niemals rein.
Warum bleibst du nicht endlich?
Ich weiß, ich hüpf ja auch herum.


 Ich bin

Unter Erleuchteten bin ich erleuchtet
Unter Egos bin ich ein Ego
Unter Denkern bin ich ein Denker
Unter Körpern eben ein Körper
Und unter Erwachten ein Erwachter.

Unter Buddhisten ein Buddhist
Unter Christen ein Christ
Unter Dualisten Dualist
Und im Satsang Advaitist.

Unter Menschen ein Mensch
unter Tieren ein Tier
und unter Göttern ein Gott.

Sosehr ich auch „ich bin“ sein möchte
Doch bin ich eben nicht.

ES IST!